CHEFS mallorca gourmet

Santanyí magazine 29 ··· Beinahe liebevoll berührt sie das Gemüse und ihr Blick bekommt etwas Verträumtes, wenn sie den Duft der frischen Früchte einatmet. Einheimische Früchte aus regionalem Anbau, die dank ihrer Intervention heute wieder angebaut werden. Sie könnte mit geschlossenen Augen eine Tomate aus ihrem eigenen Garten von einer Tomate, die inmitten von Plastik groß geworden ist, unterscheiden. Die Leidenschaft für authentischen Geschmack hat sie geerbt. - In unserer Familie wurde immer gut gegessen, ich genoss diesbezüglich eine gute Erziehung und die ist mir geblieben. Eine lustige Geschichte wie die Familie zur Gastronomie kam. - Vor 15 Jahren lasen meine Mutter und meine Schwester das Buch “Como agua para chocolate” und beschlossen danach ohne jegliche Erfahrung ein Restaurant zu eröffnen. Sie adaptierten das Elternhaus und stellten 4 Tische auf, stellten einen Koch ein und nach 4 Monaten der Beobachtung stellte die Mutter fest, dass sie selbst mindestens ebenso gut könnte. Gesagt getan – es funktionierte. - Meine Mutter war angenehm überrascht und stellte gleichzeitig fest, dass es eigentlich nicht ihrer Vorstellung entsprach sich in ihrem Alter der Gastronomie zu verschreiben. Zu diesem Zeitpunkt arbeitete ich in Madrid an einer Musicalproduktion und es war Zeit für etwas Neues. Ich dachte daran mit meinen Händen arbeiten zu wollen, etwas Kreatives zu tun. In diesem Sommer kam ich für 2 Monate nach Mallorca und stellte mich einfach zu meiner Mutter in die Küche – und war begeistert. Den Vertrag in NYC, den ich am 10. September unterschrieb, annullierte ich am 11. September, dem Tag des Attentats auf die Twin Towers wieder, und blieb. Sie begann, auf die Kenntnisse ihrer Mutter aufbauend, als Autodidaktin – der Moment, der ihre Beziehung zur Küche definitiv veränderte war gekommen, als sie ihren eigenen Garten anlegte. - Hier wird meine ureigene Vorstellung der Gastronomie Wirklichkeit. Die Küche bedeutet für mich die Interpretation der Umgebung, die Küche, die eine Symbiose mit der nächsten Umgebung eingeht, hat es mir angetan. Aus ihrer Küche kommen Obst und Gemüse aus ihrem eigenen Garten, die Erinnerung an die Küche ihrer Kindheit legte ihr die mallorquinische Küche nahe, es folgte die Erkenntnis welch großen Einfluss die Gastronomie auf die Umwelt hat. Seit Urzeiten gibt der Kalender den Rhythmus der Natur wieder und ihm entspringen je nach Verfügbarkeit und Reife der verschiedenen Produkte die entsprechenden lokalen Spezialitäten. Das sind die Eckpfeiler der Philosophie in Ca Na Toneta, ihrem Restaurant in Caimari, wo sich ihre Schwester Teresa mit Charme und natürlicher Elegance um die Tische – oder vielmehr um die Menschen- kümmert, die Ca Na Toneta besuchen. Währenddessen widmet sich Maria, nur 2 Schritte entfernt, in ihrer Alquimistenküche den Düften und Aromen. Maria Solivellas und die Rückkehr zu ihren Wurzeln

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