SANTANYI MAGAZINE 06

zum einem als Nahrungsmittel, aber auch für die Veranstaltung von Hahnenkämpfen, und dass viele dieser Tiere entflohen sind und sich mit den Jahren vermehrt haben. Wie dem auch sei, heute leben auf Kauai tausende wilde Hähne und Hühner, die frei auf der Insel herumlaufen und kaum Prädatoren haben. Die Hähne stören die abendliche Ruhe zu ungelegender Zeit mit ihrem Gekrähe. Die Insel Kaua’i trat in zahlreichen Hollywoodfilmen sowie Fernsehfilmen in Erscheinung: • Der Kinofilm zum Musical von Rodgers und Hammerstein „South Pacific” mit Mitzy Gaynor. • Der Disneyfilm „Lilo & Stitch“ aus dem Jahre 2002 und die dazugehörige Fernsehserie spielen auf Kaua’i. • Die Dreharbeiten zu dem Film „Jurassic Park” im Jahre 1993 fanden im Waimea Canyon statt. • Der Film von Elvis Presley „Blue Hawaii” wurde hier gedreht. • Teile der Insel wurden für einige Szenen im Film “Indiana Jones“ verwendet. Kaua’i gefiel mir insbesondere wegen der Kontraste, die die Insel kennzeichnen: Der Waimea Canyon ist mit seinen fast 1100 Metern die tiefste Schlucht, die weltweit auf einer Insel existiert. Eine Vielzahl von Klippen, denen der Regen die zackige Form einer Säge gegeben hat, prägen die Küste von Na Pali (Pali bedeutet Steilküste auf polynesisch). Eine ihrer Bergspitzen ist von der allgegenwärtigen Wolke gekrönt, deren Niederschlag die zahlreichen Wasserfälle mit Wasser versorgt. Mit einem Jahresniederschlag von rund 11000 Liter pro Quadratmeter gilt dieser Ort als der regenreichste Punkt der Erde. Es überrascht einen, dass es auf einer kleinen Insel wie dieser so viele Flussströme und Bäche gibt, von denen einige schiffbar sind. Das Meer, das die Insel umsäumt, ist ein Migrationsgebiet der Wale, die ebenso wie Delfine leicht vom Ufer aus zu sichten sind. Der Süden der Insel ist karg und vergleichsweise flach, mit weit ausgedehnten Stränden, die im Gegensatz zu dem grünen regenreichen Norden mit seiner abrupten Küste stehen. Im Südwesten der Insel befindet sich die kleine Insel Ni’ihau, wo etwa 250 Ureinwohner beheimatet sind, deren Lebensbedingungen denen der antiken Polynesier ähneln, d.h. es gibt weder fließend Wasser noch Elektrizität. Besucher haben keinen Zugang zu dieser kleinen Insel. Sie dürfen sie nur mit dem Hubschrauber überfliegen. Schlussfolgerung: Von allen Reisen, die ich je unternommen habe, hat mir diese am besten gefallen. Juan Sitges Bonet Meine Eindrücke: Die gesamte Inselgruppe Hawaii bildet einen der vereinigten Staaten Amerikas. Ich muss betonen, dass die Menschen, die dort leben, sich in ihrer Art komplett von den Menschen im Rest des Landes unterscheiden. An diesem Ort sind die Leute gastfreundlich, nett, zuvorkommend, fröhlich und vertrauensselig. Ich habe etliche kuriose Dinge gesehen, wie das typische Polizeiauto mit seinen blinkenden Lichtern und zwei Surfbrettern auf dem Dachgepäckträger.

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